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Gesundheits-Scorecard


Als Teil des Gesamtprojektes 3P wird eine Gesundheits-Scorecard entwickelt mit dem (im Projektantrag formulierten) Ziel, den Präventionserfolg auf Teamebene messen und auswerten zu können. Die Gesundheits-Scorecard soll gesundheitsförderndes Verhalten der Mitarbeiter erfassen und messbar machen. Zunächst wird eine Gesundheits-Scorecard auf der Ebene der Station entwickelt, damit die Station eine Rückkopplung über ihre Arbeit an den Belastungssituationen erhält.

Aufbau der Gesundheits-Scorecard:

bild=scorecard.png] Neben den Indikatoren zu den drei Abschnitten zeigt die Gesundheits-Scorecard die Kennzahlen einer Erfassungsperiode an und stellt sie gegenüber mit einer Vergleichsperiode. Ebenfalls können für jeden Indikator Zielwerte formuliert werden. Die letzte Spalte enthält zu jedem Indikator eine kurze inhaltliche Beschreibung, was er im Einzelnen aussagen soll.

Zur Anwendung der Gesundheits-Scorecard wurde eine Handlungsanleitung geschrieben, die Ziel und Nutzen der Scorecard, sowie die dazugehörigen Kennzahlen inhaltlich erläutert Teil A erhält die Indikatoren zum 3P-Prozess der Station. Unter 3P-Prozess wird in diesem Zusammenhang die Arbeit an den Belastungssituationen durch die Pflegenden einer Station verstanden. Die Kennzahlen für die Indikatoren der Gesundheits-Scorecard leiten sich direkt aus dem Problemlösungsprozess - also die Arbeit an den Belastungssituationen durch die Pflegenden einer Station - ab. Dieser Abschnitt stellt somit die direkte präventive Arbeit der gesamten Station dar. Indikatoren des 3P-Prozesses sind z.B. die Anzahl der gelösten Belastungssituationen oder die Anzahl der Belastungssituationen, die die Station in „Bearbeitung hat“, d.h. Belastungssituationen, bei denen Lösungen erarbeitet und angestrebt, die aber noch in der „Erprobungsphase“ sind.

In Teil B der Gesundheits-Scorecard werden die Kennzahlen über die unmittelbare, subjektive Wirkung der Lösung von Belastungssituationen auf die Pflegenden erfasst. Die Einschätzung erfolgt individuell und anonym durch jeden Mitarbeiter. Jeder Mitarbeiter soll auf einem Formular einschätzen, ob sich die anfangs definierten Belastungen durch die Lösung einer Belastungssituation verändert haben und ob sich zusätzliche Wirkungen z. B. eine veränderte Zusammenarbeit im Team oder ein veränderter Informationsfluss, durch die Lösung einer Belastungssituation ergeben haben. Für die Gesundheits-Scorecard wird am Ende eines Erfassungszeitraumes von den in dieser Periode gelösten Belastungssituationen ein Team-Durchschnittswert für jeden einzelnen Indikator der unmittelbaren Wirkungen gebildet.

Teil C der Gesundheits-Scorecard beinhaltet die mittelbaren Wirkungen des 3P-Prozesses. Es werden z.B. die ungeplanten Überstunden, die Krankheitsquote, sowie die Quote der vollständig genommenen Pausen und ein durchschnittlicher Stresswert des Teams im Berichtszeitraum erfasst. Mit einem Formular zur subjektiven Stressmessung und Pausendokumentation sollen die Mitarbeiter einer Station jeweils einzeln für sich möglichst täglich ihren subjektiven Stresswert einschätzen sowie dokumentieren, ob sie ihre Pause an den jeweiligen Tagen vollständig machen konnten oder nicht. Diese Ermittlung der entsprechenden Werte zum subjektiven Stressempfinden und zur Pausengewährleistung erfolgt anonym und die Auswertung erfolgt kumuliert für die gesamte Gruppe.

Mit der Anwendung der Gesundheits-Scorecard erhält die Station eine Rückmeldung über ihre an den von ihnen definierten Belastungssituationen geleistete Arbeit. Hierdurch haben die Mitarbeiter der Station die Möglichkeit, den Prozess sowie dessen Wirkungen zu betrachten. Anderen Interessierten kann mittels der Kennzahlen Einblick in den 3P-Prozess gewährt werden. Wenn mehrere Teams mit der Gesundheits-Scorecard im Rahmen des 3P-Prozesses arbeiten, können die Kennzahlen verschiedener Teams miteinander verglichen und die Ergebnisse interpretiert und Erkenntnisse zur möglichen Entwicklung von Gesundheitskompetenz daraus gewonnen werden.